Fachmedien
Teil von Fachmedien in Deutschland: Leitfaden zu Titeln, Zielgruppen und Erlösquellen
5 Anbieter für Fachmedien in Deutschland: Preise und Reichweiten
Fünf Anbieter für Fachmedien in Deutschland im Vergleich: Abo-Preise netto pro Jahr, IVW-Reichweiten und Zielgruppen von Handelsblatt bis WEKA.
Das Wichtigste auf einen Blick
- Fünf Anbieter mit eigenen Fachmedien: Handelsblatt Media Group, Deutscher Fachverlag, Springer Medizin, Haufe Group und WEKA.
- Listenpreise für Einzelabos liegen zwischen rund 200 und 700 Euro netto im Jahr.
- Firmenlizenzen werden nach Nutzerzahl gestaffelt und kosten mehr als ein Einzelabo.
- Fast alle genannten Titel führen IVW-geprüfte Auflagen, die Höhe unterscheidet sich stark nach Branche.
- Zielgruppen reichen von Handel und Konsumgüterindustrie über die Ärzteschaft bis zu Personal- und Steuerabteilungen.
Fünf Anbieter für Fachmedien im Vergleich
Die Tabelle ordnet Beispieltitel, Zielgruppen, Listenpreise und Auflagen ein. Preise für Geschäftskunden sind netto angegeben, Privatkundenabos enthalten die Umsatzsteuer.
| Anbieter | Beispieltitel | Zielgruppe | Jahrespreis | Auflage und Reichweite |
|---|---|---|---|---|
| Handelsblatt Media Group, Düsseldorf | Handelsblatt, Der Betrieb | Wirtschaft, Recht, Finanzen | ab 359 Euro (brutto), Fachzeitschriften im mittleren dreistelligen Bereich netto | rund 90.000 verkaufte Exemplare täglich, IVW-geprüft |
| Deutscher Fachverlag, Frankfurt am Main | Lebensmittel Zeitung, Horizont | Handel, Konsumgüter, Marketing | 300 bis 700 Euro netto | fünfstellige verkaufte Auflage je Ausgabe |
| Springer Medizin, Heidelberg | MMW Fortschritte der Medizin | Ärzteschaft, Kliniken | 150 bis 400 Euro netto | fünfstellige verkaufte Auflage je Ausgabe |
| Haufe Group, Freiburg | Fachzeitschriften und Fachportale | Personal, Steuern, Recht | 200 bis 500 Euro netto je Nutzer | Auflagen laut Mediadaten |
| WEKA, Kissing | Zeitschriften und Online-Portale | Handwerk, Verwaltung, Gesundheit | ab 200 Euro netto | Auflagen laut Mediadaten |
Handelsblatt Media Group (Düsseldorf)
Die Handelsblatt Media Group veröffentlicht die Tageszeitung Handelsblatt. Unter dem Dach von Handelsblatt Fachmedien erscheinen Titel wie "Der Betrieb" und "Betriebs-Berater". Angesprochen sind Führungskräfte, Finanz- und Rechtsabteilungen sowie Beratungsgesellschaften.
Das Digitalabonnement des Handelsblatts kostet 29,90 Euro im Monat, also 358,80 Euro im Jahr, für Privatkunden inklusive Umsatzsteuer. Firmenlizenzen und Zeitschriftenabos werden netto abgerechnet und liegen im mittleren dreistelligen Bereich. Anzeigenpreise und Reichweiten stehen in den Mediadaten der Handelsblatt Media Group.
Deutscher Fachverlag (Frankfurt am Main)
Der Deutsche Fachverlag, kurz dfv, zählt zu den größten B2B-Verlagen des Landes. Zum Portfolio gehören "Lebensmittel Zeitung", "TextilWirtschaft", "Horizont" und "Der Handel". Die Leserschaft sitzt im Handel, in der Konsumgüterindustrie und in Marketingabteilungen.
Jahresabonnements kosten je Titel meist zwischen 300 und 700 Euro netto. Wochenzeitungen liegen am oberen Ende der Spanne, Monatstitel am unteren. Die wöchentlich erscheinenden Titel erreichen fünfstellige verkaufte Auflagen, die von der IVW geprüft werden.
Springer Medizin (Heidelberg)
Springer Medizin gehört zu Springer Nature und publiziert Zeitschriften wie "MMW Fortschritte der Medizin" oder "Die Innere Medizin". Die Zielgruppe umfasst niedergelassene Ärztinnen und Ärzte, Kliniken und wissenschaftliche Einrichtungen.
Einzelabonnements für Praxen liegen im unteren bis mittleren dreistelligen Bereich, institutionelle Zugänge kosten vierstellig. Zielgruppen, Preise und Anzeigenformate dokumentiert Springer Nature in seinen Mediadaten.
Haufe Group (Freiburg)
Die Haufe Group verbindet Zeitschriften, Fachportale und Seminare für Personal-, Steuer- und Rechtsabteilungen. Gekauft wird meist für ganze Teams, die Vorlagen, Formulare und Rechtsprechung im Zugriff brauchen.
Ein Zeitschriftenabo kostet je Titel etwa 200 bis 500 Euro netto im Jahr. Fachportale mit Datenbank werden pro Nutzer lizenziert und liegen darüber. Auflagen und Nutzerzahlen weist Haufe in den eigenen Mediadaten aus.
WEKA (Kissing)
Die WEKA Intelligence GmbH & Co. KG liefert Fachmedien für Handwerk, Gesundheit, öffentliche Verwaltung und mittelständische Betriebe. Verkauft werden Zeitschriften, Loseblattwerke und Online-Portale, häufig als Paket.
Jahrespreise beginnen bei rund 200 Euro netto und reichen bei Paketen mit Datenbankzugang bis in den vierstelligen Bereich. Konditionen und Anzeigenpreise bündelt WEKA in seinen Mediadaten.
Abo-Preise und Reichweiten richtig vergleichen
Fünf Schritte strukturieren den Einkauf:
- Bedarf klären: Zahl der Nutzer, benötigte Titel und Auswertungsfunktionen notieren.
- Listenpreis netto anfordern und Staffelpreise ab zehn sowie ab fünfzig Nutzern vergleichen.
- Verkaufte Auflage prüfen und mit der eigenen Zielgruppe abgleichen.
- Preisentwicklung einplanen: Der Verbraucherpreisindex des Statistischen Bundesamtes zeigt die Entwicklung der Verbraucherpreise.
- Laufzeit, Kündigungsfrist und automatische Verlängerung schriftlich festhalten.
Häufige Fragen
Was kostet ein Firmenabo für Fachmedien?
Firmenabos starten bei rund 200 Euro netto im Jahr. Titel für Handel und Medizin liegen meist zwischen 300 und 700 Euro, Pakete mit Datenbankzugang darüber.
Wo stehen die IVW-Reichweiten der einzelnen Titel?
Die IVW-geprüften Auflagen stehen in den Mediadaten der Verlage. Dort sind verkaufte Auflage, Verbreitung und Nutzerzahlen je Titel ausgewiesen.
Sind die Preise netto oder brutto?
Für Geschäftskunden nennen Verlage Nettopreise. Privatkundenabos wie das Digitalabo des Handelsblatts enthalten die Umsatzsteuer.
Welcher Anbieter passt zu welcher Branche?
Handel und Konsumgüter: Deutscher Fachverlag. Medizin: Springer Medizin. Personal, Steuern und Recht: Haufe. Handwerk und Verwaltung: WEKA. Wirtschaft und Recht: Handelsblatt Media Group.
Ändern sich die Abopreise regelmäßig?
Verlage passen ihre Listenpreise meist einmal im Jahr an. Prüfen Sie deshalb vor der Verlängerung, ob der Preis noch zum Nutzen passt.